F.C.l.-Standard Nr. 172 - Gaby Rohloff

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FEDERATION CYNOLOGIQUE INTERNATIONALE (AISBL)
SECRETARIAT GENERAL: 13, Place Albert 1er B – 6530 Thuin (Belgique)

21.09.2016 / DE
FCI-Standard Nr. 172
PUDEL
(Caniche)
ÜBERSETZUNG: Laurence Goffin. Überarbeitung : VDH / Offizielle Originalsprache (FR).
URSPRUNG: Frankreich
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN OFFIZIELLEN STANDARDS: 03.11.2014
VERWENDUNG: Gesellschaft- und Begleithund
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 9 Gesellschafts- und
Begleithunde.
Sektion 2 Pudel
Ohne Arbeitsprüfung
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Das französische Wort “caniche” (Poodle) kommt etymologisch von dem französischen Wort “cane” für die weibliche Ente. In anderen Ländern ist der Name mehr mit im Wasser plätschern assoziiert. Ursprünglich war dieser Hund für die Jagd von Wildgeflügel benutzt worden. Er stammt von dem Barbet ab, von dem er auch viele Eigenschaften beibehalten hat. 1743 nannte man ihn “la caniche”: weiblicher Barbet. Später wurden dann der Barbet und der Caniche mehr und mehr separiert. Züchter haben sehr viel harte Arbeit investiert, um die ursprünglichen Exemplare mit gleichmäßiger Farbe zu erhalten. Wegen seines freundlichen, spielerischen und loyalen Charakters und auch wegen seiner vier Größen und verschiedener Farben, die jedermann, je nach Geschmack wählen kann, wurde der Pudel ein sehr beliebter Gefährte.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Hund von mittleren Proportionen mit charakteristischem krausen Haarkleid, welches entweder gelockt oder geschnürt ist. Er hat das Ansehen eines intelligenten, stets wachsamen, munteren sowie harmonisch gebauten Hundes, der den Eindruck von Eleganz und Stolz erweckt.
FCI-St. Nr. 172 / 21.09.2016
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WICHTIGE PROPORTIONEN:
Die Länge des Fangs ist ungefähr neun Zehntel des Schädels.
Die Länge des Körpers (Schulterblatt – Sitzbeinhöcker) ist etwas größer als die Höhe am Widerrist.
Die Höhe am Widerrist ist fast die Gleiche wie die Höhe an der Kruppe.
Die Höhe am Ellenbogen ist fünf Neuntel der Höhe am Widerrist.
VERHALTEN / CHARAKTE (WESEN) :
Dieser Hund ist bekannt für seine Loyalität und seine Lern- und Dressurfähigkeit, was ihn zu einem besonders angenehmen Gesellschaftshund macht.
KOPF:
Vornehm, gradlinig und in Proportion zum Körper. Der Kopf muss gut geschnitten sein, nicht zu schwer aber auch nicht übermäßig fein.
OBERKOPF
Schädel: Seine Breite beträgt weniger als die Hälfte der Kopflänge. Von oben betrachtet erscheint der Schädel oval und im Profil etwas konvex. Die Längsachsen von Schädel und Nasenrücken sind leicht auseinanderlaufend.
Die Augenbrauenbogen sind mäßig betont, mit langem Haar bedeckt.
Stirnfurche: Breit zwischen den Augen, zum stark ausgeprägten Hinterhauptbein abnehmend. (Beim Zwergpudel darf das Hinterhauptbein weniger betont ausgebildet sein).
Stopp: Wenig ausgeprägt, aber auf keinen Fall nicht vorhanden.
GESICHTSSCHÄDEL
Nasenschwamm: Gut entwickelt, im Profil gesehen senkrecht, geöffnete Nasenlöcher. Bei schwarzen, weißen und grauen Hunden ist die Nase schwarz; bei den braunen ist sie braun. Bei apricot- oder rotfalben Hunden kann der Nasenschwamm braun oder schwarz sein je nach Intensität der Apricotfarbe. Bei hellen apricotfarbenen Hunden muss der Nasenschwamm möglichst dunkel sein.
Fang: Oberes Profil gradlinig, in der Länge ca. neun Zehntel der Schädellänge.
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Die beiden unteren Kieferknochen verlaufen fast parallel. Der Fang ist kräftig. Das untere Profil des Fangs wird durch den unteren Kiefer bestimmt und nicht durch den Rand der Oberlippe.
Lefzen: Mäßig entwickelt, eher trocken, von mittlerer Dicke. Die Oberlippe liegt auf der Unterlippe ohne überzuhängen. Bei den schwarzen, weißen und grauen Pudeln sind die Lefzen schwarz, bei braunen Pudeln braun. Bei den Apricot-Pudeln und rotfalben Exemplaren sind die Lippen mehr oder weniger dunkelbraun oder schwarz. Der Lefzenwinkel darf nicht ausgeprägt sein.
Kiefer / Zähne: Vollständiges Scherengebiss mit kräftigen Zähnen.
Backen: Nicht hervortretend, durch die Knochen geformt. Die Partie unterhalb der Augen ist gut gemeißelt und gering ausgefüllt. Die Jochbeine sind nur gering betont.
Augen: Aufgeweckter Ausdruck, in Höhe des Stopp, leicht schräg eingesetzt. Mandelförmige Augen. Schwarz oder dunkelbraune Farbe. Bei den braunen Pudeln dürfen die Augen dunkel bernsteinfarben sein. Die Augenlider sind schwarz bei den schwarzen, weißen und grauen Pudeln, braun bei den braunen Pudeln. Bei den hellen Apricot-Pudeln müssen die Augenlider möglichst dunkel sein.
Ohren: Ziemlich lang und entlang der Wangen herabhängend. Der Ansatz befindet sich in der Verlängerung einer Linie, die vom Profil der Nasenkuppe ausgeht und unterhalb des äußeren Augenwinkels verläuft. Flach, unterhalb des Ansatzes breiter und an der Spitze abgerundet; sie sind mit sehr langem, welligem Haar bedeckt. Die Spitze erreicht die Lefzenwinkel, wenn man sie nach vorne zieht, idealerweise überlappt sie diese.
HALS: Fest, Nackenlinie leicht gebogen, von mittlerer Länge und gut proportioniert. Der Kopf wird hoch und stolz getragen. Im Schnitt ist der Hals oval und ohne Wammenbildung. Seine Länge ist etwas geringer als die des Kopfes.
KÖRPER: Gut proportioniert. Die Länge übertrifft etwas die Höhe am Widerrist.
Obere Profillinie: harmonisch und fest.
Widerrist: Mäßig ausgeprägt. Die Höhe am Widerrist ist fast die gleiche wie die Höhe von der Spitze der Kruppe zum Boden.
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Rücken: kurz.
Lenden: fest und bemuskelt.
Kruppe: gerundet, aber nicht abfallend.
Brustkorb: Bis zu den Ellenbogen reichend; in der Breite zwei Drittel der Tiefe entsprechend. Vorbrust: Die Spitze des Brustbeins soll leicht hervortreten und genügend hoch liegen. Bei Großpudeln sollte der Brustumfang –hinter den Schultern gemessen- die Widerristhöhe um wenigstens 10 cm übertreffen. Ovales im Querschnitt, breit im Bereich des Rückens.
Untere Profillinie und Bauch: Aufgezogen, jedoch nicht übertrieben.
RUTE: Ziemlich hoch auf Höhe der Lendenpartie angesetzt (idealerweise „10 nach 9“ im Vergleich zur Rückenlinie getragen).
GLIEDMASSEN
VORDERHAND:
Allgemeines: vollkommen gerade und parallel, gut bemuskelt mit guten Knochen. Die Höhe vom Ellenbogen zum Boden ist etwas mehr als die Hälfte der Widerristhöhe.
Schulter: schräg liegend, muskulös. Das Schulterblatt bildet mit dem Oberarm einen Winkel von ungefähr 110º.
Oberarm: Die Länge des Oberarms entspricht der des Schulterblattes.
Vorderfußwurzelgelenk: in Verlängerung des Unterarms.
Vordermittelfuβ: kräftig und im Profil fast gerade.
Vorderpfoten: eher klein, fest geschlossen, ein kurzes Oval bildend. Zehen sind gut gewölbt und kompakt. Die Ballen sind hart und fest. Die Krallen sind schwarz bei schwarzen und grauen Pudeln. Bei den braunen sind sie braun.
Bei den weißen Pudeln dürfen die Krallen jede Farbe von hornfarben bis zu schwarz haben. Bei den Apricot-Pudeln und den rotfalben Exemplaren sind sie braun oder schwarz; möglichst dunkel, je nach Farbe des Haarkleids.
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HINTERHAND:
Allgemeines: Von hinten betrachtet sollen die Läufe parallel gestellt sein; Muskulatur gut entwickelt und deutlich in Erscheinung tretend.
Oberschenkel: gut bemuskelt und kräftig. Das Hüftgelenk muss gut ausgeprägt sein.
Knie (Kniegelenk): Das Femorotibial-Gelenk muss gut ausgeprägt sein.
Sprunggelenk: Das Sprunggelenk ist relativ gut gewinkelt (das Tibiotarsal-Gelenk muss gut ausgewinkelt sein).
Hintermittelfuß: ziemlich kurz und senkrecht. Der Pudel muss ohne Afterkrallen geboren werden.
Hinterpfoten: siehe Vorderpfoten.
GANGWERK: Der Pudel hat eine tänzelnde und leichtfüßige Gangart.
HAUT: geschmeidig, nicht schlaff, pigmentiert.
Bei schwarzen, braunen, grauen und apricotfarbenen oder rotfalbenen Pudeln muss die Pigmentierung der Farbe des Haarkleides entsprechen. Bei den weißen Pudeln wird eine silbergraue Hautfarbe angestrebt.
HAARKLEID
Haar:
Pudel mit lockigem Haar (Wollpudel): üppig, von feiner, wolliger Textur, sehr gekräuselt, elastisch und dem Druck der Hand widerstehend. Die Wolle soll dicht, reichlich und von gleichmäßiger Länge, gleichmäßige Locken bildend sein.
Schnürenpudel: üppig, von feiner, wolliger und dichter Textur, charakteristische Schnüre bildend, die mindestens 20 cm lang sein sollten.
Farbe: Einfarbig: Schwarz, Weiß, Braun, Grau, Apricot und Rotfalb.
Braun: Sollte satt, ziemlich dunkel, gleichmäßig und warm sein. Beige und seine helleren Abstufungen sind nicht zugelassen. Grau: muss gleichmäßig sein, satt weder schwärzlich noch weißlich. Apricot: Muss gleichmäßig sein.
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Es kann von cremefarben über orange (apricot) bis ins rotfalbene reichen. Augenlider, Nasenschwamm Lippen, Zahnfleisch, Gaumen, natürliche Öffnungen, Hodensack und Fußballen sind gut pigmentiert. Bei hellen Apricothunden muss die gesamte Pigmentierung so dunkel wie möglich sein.
Größe: In allen Varietäten muss die geschlechtsspezifische Prägung sichtbar sein.
Großpudel: über 45 cm bis zu 60 cm mit einer Toleranz von 2 cm. Der Großpudel muss eine vergrößerte und entwickelte Reproduktion des Kleinpudels sein und dabei alle typischen Merkmale aufweisen.
Kleinpudel: über 35 cm bis zu 45 cm.
Zwergpudel: über 28 cm bis zu 35 cm. Der Zwergpudel soll einen verkleinerten Kleinpudel darstellen und nach Möglichkeit dieselben Proportionen beibehalten, ohne Verzwergungsmerkmale aufzuweisen.
Toypudel: über 24 cm (mit einer Toleranz von –1 cm) bis zu 28 cm (das erwünschte Ideal ist 25 cm). Der ToypPudel stellt in seinem Gesamtbild das Aussehen eines Zwergpudels dar, und gleiche Proportionen erfüllen alle Standardbedingungen. Alle Merkmale einer Verzwergung sind ausgeschlossen, nur das Hinterhauptbein kann weniger betont sein.
FEHLER:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
SCHWERE FEHLER:
 Augen zu groß und rund oder zu tiefliegend, nicht dunkel genug
 Ohren zu kurz (erreichen nicht den Lefzenwinkel)
 Schräger oder spitzer Fang
 Gewölbter Nasenrücken
 Karpfen- oder Senk-Rücken
 Zu tief angesetzte Rute
 Abfallende Kruppe
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 Hinterhandwinkelung zu gerade oder überwinkelt
 Fließende und langgestreckte Gangart
 Spärliches, weiches oder raues Haarkleid
 Unbestimmte oder unregelmäßige Farbe
 Nasenschwamm teilweise ohne Pigment
 Fehlen von 2 PM2.
DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:
 Aggressive oder ängstliche Hunde
 Hunde, die deutlich physische Abnormitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden
 Mangelnder Typ, speziell am Kopf, was insbesondere auf das Einmischen von fremdem Blut hindeutet
 Hunde, die größer als 62 cm bei Großpudeln und kleiner als 23 cm bei Toys sind
 Fehlende Rute oder natürlich kurze Rute
 Afterkrallen oder Spuren davon an den Hinterläufen
 Hunde, die Verzwergungsmerkmale aufweisen: Apfelkopf, nicht erkennbar ausgeprägtes Hinterhauptbein, übertriebener Stop, Glotzaugen, zu kurzer, aufgeworfener Fang.
 Praktisch keine Stirnfurche.
 Zu leichter Knochenbau bei den Toys.
 Vollständig eingerollte Rute.
 Fell, welches nicht einfarbig ist
 Alle weißen Flecken am Körper und/oder an den Füßen für alle anderen als die weißen Hunde
 Nasenschwamm vollständig ohne Pigmentierung
 Vorbiss oder Rückbiss
 Jedes Problem der Zahnstellung, das Verletzungen für den Hund zur Folge haben könnte (Beispiel: schlechte Stellung des Eckzahns, der den Gaumen berührt).
 Fehlen eines Schneidezahns oder eines Eckzahns oder eines Reißzahns.
 Oder Fehlen eines PM3 oder eines PM4.
 Oder Fehlen von 3 PM oder mehr (außer PMI).
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N.B.
 Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
 Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.
Zusatz zum Standard
Die Beurteilung eines Pudels bei einer Ausstellung ist auf keinen Fall eine Wettbewerbsbeurteilung der Schur. Es sollte nicht zu einer übertriebenen Schur ermutigt werden.
ANERKANNTE AUSSTELLUNGSSCHUREN
Löwenschur: Der Pudel, gleichgültig ob mit gelocktem oder geschnürtem Haarkleid, wird an der Hinterhand bis zu den Rippen geschoren. Ebenfalls geschoren werden: die Schnauze, ober- und unterhalb der unteren Augenlider; die Wangen; die Vorder- und Hinterläufe, bis auf Manschetten oder Ringe und beliebige Muster an den Hinterläufen; die Rute, außer einem runden oder länglichen Puschel. Ein Schnurrbart ist für alle Exemplare vorgeschrieben. Es ist erlaubt, an den Vorderläufen ein Haarkleid, Hose genannt, zu belassen.
Moderne Schur: An allen vier Beinen darf das Haarkleid belassen werden, vorausgesetzt, dass folgende Regeln beachtet werden.
1. Es werden geschoren:
a) Der untere Teil der Vorderläufe, von den Krallen bis zur Kralle am Carpalballen; der unter Teil der Hinterläufe bis zur gleichen Höhe. Mit der Schermaschine dürfen nur die Zehen geschoren werden.
b) Kopf und Rute gemäß den vorhergenannten Vorschriften.
In dieser Schur können ausnahmsweise zugelassen werden:
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• Ein kurzer Bart am Unterkiefer, der nicht stärker als 1cm sein sollte; seine untere Linie wird parallel zum Kiefer geschoren. Die Bartform, genannt « de bouc » (Ziegenbart), ist nicht erlaubt.
• Der Puschel an der Rute kann weggelassen werden.
2. Gekürztes Haar: Am Körper mehr oder weniger lang aber wenigstens 1 cm, um auf der Rückenpartie eine Moirierung zu haben. Die Länge wird um die Rippen herum und oben an den Gliedmassen allmählich gesteigert.
3. Reguliertes Haarkleid:
a) Auf dem Kopf, auf dem eine Krone mit vernünftiger Höhe erhalten bleibt, genau wie auf dem Hals bis zum Widerrist, sowie vorne ohne Unterbrechung in einer leicht schrägen Linie vom oberen Teil der Vorbrust bis zum geschorenen Teil der Pfote. Oben an den Ohren, bis höchstens ein Drittel ihrer Länge, kann das Haarkleid mit der Schere gekürzt werden oder in Richtung des Fells geschoren werden. Der untere Teil wird mit Haar bedeckt belassen, dessen Länge sich von oben nach unten erhöht und in Fransen endet, die mit der Schere angeglichen werden können.
b) Auf den Gliedmaßen « Hose », die einen deutlich erkennbaren Übergang zum geschorenen Teil der Pfoten bilden. Die Länge der Haare erhöht sich allmählich nach oben, so dass sie (Haare langgezogen) auf den Schultern und auf den Schenkeln ca. 4 bis 7 cm lang sind. Die Länge des Haarkleides hängt von der Größe des einzelnen Exemplars ab; es soll nicht bauschig wirken. Die « Hose » der Hinterläufe soll die typische Winkelung des Pudels unterstreichen. Jede andere Schur, die diesen Vorgaben nicht entspricht, führt zur Disqualifikation. Unabhängig davon, welche Schur angewendet wurde, darf diese die Bewertung auf einer Ausstellung auf keinen Fall beeinflussen.
Alle vorgestellten Pudel, die in derselben Klasse starten, sollen gemeinsam bewertet und beurteilt werden.
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Englische Schur: Bei dieser Schur werden in Ergänzung zur Löwenschur Motive, z.B. Ringe oder Manschetten an den Hinterläufen modelliert oder auf dem Kopf ein Haarschopf belassen. Für diese Schur ist kein Schnurbart vorgeschrieben. Das Fehlen einer scharfen Abgrenzung am Haarkleid der Hinterhand ist erlaubt. Der Haarschopf ist nicht verbindlich vorgeschrieben (es ist verboten, Haarspray oder andere Substanzen zu benutzen um den Haarschopf zu befestigen).
Puppyschur
Anwendung der verschiedenen Schurpunkte der Modernen Schur.
Auf dem Kopf: ein mäßig hoher Haarschopf.
Das Haarkleid des Vorderkörpers wird in Kugelform geschoren, es bildet ein « Ei » von der Brustpartie bis zum Schopf.
Die « Hose » der Vorderläufe wird belassen; sie soll die typische Winkelung des Pudels unterstreichen.
Die Rute, außer in Puschelform, muss oval und länglich sein, die Schur ist breiter als länger, und die Winkel sind abgerundet.
Skandinavische Schur oder Terrier-Schur
Die Schur ähnelt der modernen Schur, doch die Ohren und die Ruhe können rasiert werden.
Die letzten Änderungen sind in Fettschrift dargestellt.
Der Pudel



HERKUNFT

Über die Herkunft des Pudels gibt es eine Vielzahl von Theorien. Mit Sicherheit ist der Pudel eine der ältesten Hunderassen - aus der Zeit von Kaiser Augustus (30 v. Chr.), gibt es auf einem Denkmal einen pudelähnlichen Hund. Es wurden auch griechische und römische Münzen gefunden, deren Hunde dem Pudel ähneln, die löwenähnliche Mähnen tragen und deren Hinterläufe kurz geschoren wurden. Nahezu alle Frühberichte zeigen den Pudel im traditionellen Löwentrimstil, nur selten sehr kurz geschoren.



PUDEL IN FRANKREICH

In Frankreich hat der Pudel eine farbige Geschichte. Über viele Jahrhunderte haben französische Maler und Kupferstecher Pudel abgebildet, insbesondere die kleinen Familienlieblingspudel. Ludwig XIV besaß einen Kleinpudel namens Filou. Er war sein erklärter Lieblingshund und wurde in den Werken mehrerer Dichter und Romanschreiber seiner Zeit verewigt. Tatsächlich gebührt den Franzosen für die Zucht des Familienpudels, wie wir ihn heute kennen, eine ganz besonders wichtige Anerkennung. Über eine lange Zeitspanne gab es in Frankreich einen kleinen, schlanken Pudeltyp, gewöhnlich von weißer Farbe, als Petit Barbet bekannt. Die Franzosen lieben die Vorstellung. daß der heutige Pudel der direkte Nachkomme des Barbet ist. Aber auch andere kleine Pudel sind in Frankreich überliefert, darunter der Caniche Nain. Anders als der größere Pudeltyp hatte dieser sehr weiches Haar. Diese Pudel waren recht klein, besaßen eine Schulterhöhe von etwa dreißig Zentimetern. Ähnliche Pudel werden auch in Holland nachgewiesen. Auf den Boulevards von Paris und in anderen Teilen Frankreichs sah man einen größeren, weißen Pudeltyp, den Mouton. Außerdem gab es Schnürenpudel, bei denen das Haarkleid mit Deckhaar und Unterwolle in kleine Schnüre geflochten war.


DER DEUTSCHE WASSERPUDEL

Die Franzosen schmeicheln sich, sie hätten den Pudel erfunden, es ist aber nahezu Gewissheit, dass diese Rasse in Deutschland entstand, wo ein größerer Pudeltyp als Wasserhund Einsatz fand. "Pudel" bedeutet in Deutschland "im Wasser planschen". Diese deutschen Hunde sind bereits auf Stichen aus dem 16. Jahrhundert nachgewiesen, man sieht sie in zwei Haartrachten, lockig und als Schnürenpudel. Dieser pudelartige Wasserhund geht wahrscheinlich auf Spanielhunde zurück, was sich aus Beschreibungen zwischen 1400 und 1700 ergibt, wo von Water Spaniel oder "water dogge" die Rede ist. Aufgabe dieses Wasserhundes war das Aufspüren von Wild und Abwarten, bis der Jäger hinzukam.



DER PUDEL IN ENGLAND

Es gibt zwar Berichte über Pudel in England aus dem 18. Jahrhundert, aber es dauerte bis zu den Kontinentalkriegen des 19. Jahrhunderts. ehe der Pudel in England wirklich heimisch wurde. Sie waren große. rauhhaarige Wasserhunde. Man fand sie besonders in den Marschen von Nordengland. Als die Pudel sich erstmals in England verbreiteten, war der English Kennel Club noch gar nicht gegründet. Der englische Pudel Club wurde 1876 von einer Gruppe begeisterter Pudel-Liebhaber gegründet. Ihre offizielle Anerkennung fand die Rasse erst einige Jahre später im Jahre 1896, wobei von allen Pudeln dieser Zeit behauptet wurde, dass ihre Abstammung unbekannt sei. Auch in Amerika wuchs das Interesse an der Rasse. Etwa um die Jahrhundertwende kam es zu einer Zusammenarbeit zwischen dem amerikanischen und englischen Kenne! Club mit dem Ziel. bessere Pudel zu züchten. Viele Spitzenpudel Englands wurden an Züchter in Amerika exportiert und schon bald darauf traten in Amerika gezüchtete Hunde ihre Reise nach England an. Aus diesen und im weiteren nicht näher genannten Gründen ist Frankreich heute das Standard haltende Land und als solches von der Federation Cynologique Internationale, FCI, anerkannt.



F.C.l.-Standard Nr. 172 (Pudel)
Auszug
Standardland: Frankreich



I. Allgemeines Erscheinungsbild und Allgemeine Eigenschaften:



Charakteristika, welche die Rasse prägen: den Begleit- und Gesellschaftshunden zugeordnet. Harmonisch gut proportioniert, mit charakteristischem gelocktem oder geschnürtem Haarkleid. Er erweckt den Eindruck eines intelligenten, stets wachsamen, munteren, sowie harmonisch gebauten Hundes, der sehr elegant und stolz ist. Der Pudel hat eine tänzelnde und leichtfüßige Gangart. Er darf nie einen schleichenden und gestreckten Gang haben. Er zeichnet sich durch seine Treue, Gelehrigkeit und Ausbildungsfähigkeit aus, was ihn zum besonders angenehmen Gesellschafter macht.



II. Kopf:

vornehm, gradlinig, in Proportion zum Körper. Nicht schwer aber auch nicht zu fein. Mit geradem Nasenrücken und senkrechtem Nasenschwamm in den Farben schwarz bis dunkelbraun.
Der Fang erscheint kräftig und elegant, jedoch nicht spitz. Die Kieferknochen verlaufen parallel und bestimmen das untere Profil. Die Lefzen sind schwach entwickelt, eher trocken und liegen aufeinander, nicht überhängend, in der Farbe des Nasenschwammes. Das Gebiss ist kräftig, Scherengebiss, mit 42 Zähnen.
Die Augen haben einen feurigen Ausdruck, mit mandelförmiger Lidspalte, in den Farben schwarz bis dunkelbraun. Die Ohren sind ziemlich lang und gut an den Wangen anliegend bis mindestens Lefzenwinkel reichend. Der Hals fest mit leicht gebogener Nackenlinie, sodass der Kopf stolz und hoch getragen werden kann.

III. Vordergliedmaßen:

mit mäßig ausgeprägtem Widerrist. Schulter schräg liegend, gut bemuskelt. Die Unterarme sind vollkommen gerade und parallel gestellt.
Die Pfoten sind eher klein, fest geschlossen, ein kurzes Oval bildend. Die Zehen sind gut gewölbt. Die Krallen sind in der Farbe schwarz bis dunkelbraun.

IV. Körper:

ist wohlproportioniert, die Länge übertrifft in der Regel die Widerristhöhe. Vorbrust und Brustkorb sind normal ausgeprägt und gut proportioniert.
Der Rücken ist kurz, von harmonischer Linienführung und gerade. Die Lenden sind fest und muskulös. Die Rute ist auf der Höhe der Lendenpartie angesetzt. Sie wird in der Bewegung schräg nach oben getragen.

V. Hintergliedmaßen:

gut bemuskelt und kräftig, parallel gestellt, und gut ausgeprägter Winkelung des Kniegelenkes.

VI. Haarkleid:


ist üppig, von feiner, wolliger Textur, gut gekräuselt, elastisch und sehr dicht.
In den Farben: schwarz, weiß, braun, silber, apricot.,(in Deutschland anerkannt: harlekin und black& tan). In den Schurarten: Moderne-, Klassische-, Puppy-, Englische- und Continentalschur.

VII. Größen:

Toypudel, bis 28 cm
Zwergpudel, 28 cm bis 35 cm
Kleinpudel, 35 cm bis 45 cm
Großpudel, 45 cm bis 60 cm







 
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